Die Mühlauer Quelle.

Leuchttürme der Trinkwasserversorgung – Projekte für die Versorgungssicherheit.

Mit unserer neuen Reihe „Leuchttürme der Trinkwasserversorgung“ holen wir Vorzeigeprojekte österreichischer Wasserversorger vor den Vorhang.

 

Projekte, die die Versorgungssicherheit langfristig stärken und zeigen, wie vorausschauende Planung in der Praxis aussieht. 

 

Den Auftakt macht heute: Der Ausbau der Mühlauer Quelle in Tirol.

Kurzbeschreibung

 

Die Mühlauer Quelle in der Nordkette liefert seit über 70 Jahren kristallklares, mineralreiches und hygienisch einwandfreies Wasser. Um die Versorgung zu sichern, hat die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) die alte Stollenanlage saniert und erweitert. Hier wurden moderne Technik und jahrzehntelange Erfahrung kombiniert, um auch zukünftigen Generationen frisches Quellwasser zu garantieren.

 

„Wir wollen das Wasser für die nächsten Generationen sichern!“, sagt Ing. Mag. (FH) Robert Gschleiner, Geschäftsbereichsleiter Wasser, von der IKB.

Herausforderungen

 

Nach Baubeginn zeigte sich unerwartet, dass der Berg aus instabilem „Mühlauer Mergel“ statt aus festen Felsen besteht. Zudem musste der Bau bei laufendem Betrieb erfolgen, um Innsbrucks Wasserversorgung aufrecht zu erhalten.

 

Kategorisierung

 

  • Gewinnung (von Quellwasser)
  • Neubau und Sanierung

Beweggründe

 

  • Versorgungssicherheit ausbauen/ steigende Anzahl an Versorgten/ Qualitätssicherung
  • Klimawandelanpassung/ technologische Innovation

Besonderheiten

 

  • Sehr hohe Wasserqualität durch Verweilzeit im Berg von ca. 10 Jahren
  • Versorgungssicherheit für 50 bis 100 Jahre
  • Quellüberlauf für Stromproduktion von über 11.000 Haushalten
  • Rund 460 „Green Jobs“ in der Region geschaffen bzw. gesichert

Fakten zum Projekt

 

  • Standort: Tirol, Innsbruck, Nordkette
  • Projektzeitraum: 2015 – 2025
  • Inbetriebnahme: Dezember 2024
  • Versorgte Einwohner: ca. 120.000 EW (90% von Innsbruck)
  • Highlights: 2.900 Meter langes Stollnetz. Davon wurden 980 Meter neu gebaut.
  • Quellschüttung: 600 – 1.600 Liter pro Sekunde plus 350 Liter pro Sekunde durch neuen Stollen
  • Investitionssumme: 42,5 Millionen Euro
  • Finanzierung durch Eigenmittel und 17% Bundesförderungen durch das BMLUK

Wasserversorgungsunternehmen

 

Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB)

Salurner Straße 11, 6020 Innsbruck

 

Link zur Webseite der IKB.

Fotos vom Ausbau 

Bilder können im Vollbildmodus geöffnet werden.

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Fotos: ©IKB

Erstellt von: ÖVGW/Amschl
Erstellt am: 24. Februar 2026
Beitragsfoto: © IKB

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