Symposium Wasserversorgung 2026

Am 21. und 22. Jänner fand im Julius-Raab-Saal der Wirtschaftskammer Österreich in Wien das „Symposium Wasserversorgung 2026“ statt. Thematisiert wurden die Bereiche Infrastruktur, rechtliche Rahmenbedingungen, Forschung und die volkswirtschaftliche Bedeutung der Wasserversorgung im Spannungsfeld von Klimawandel und Versorgungssicherheit.

Status Regierungsprogramm

Das Symposium wurde mit einer Diskussion zwischen Monika Mörth, Leiterin der Sektion Wasser im BMLUK, und Nikolaus Sauer, Vizepräsident des ÖVGW eröffnet. Im Mittelpunkt standen notwendige wasserrechtliche Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Trinkwasserversorgung. Angesichts sinkender Grundwasserstände und zunehmender Nutzungskonflikte wurden klare Regelungen, eine transparente Erfassung von Grundwasserentnahmen, eine ausreichende Finanzierung sowie kostendeckende Wasserpreise hervorgehoben. Vorgestellt wurden Maßnahmen aus dem Trinkwassersicherungsplan, darunter Planspiele für Wassermangellagen und die geplante Einführung eines Wasserentnahmeregisters ab Ende 2026.

Wertschöpfung Wasserversorgung

Der inhaltliche Schwerpunkt des ersten Vortragsblocks lag auf der Resilienz der Wasserversorgung. Anhand konkreter Projekte, rechtlicher Entwicklungen und Forschungsergebnisse wurden aktuelle und künftige Herausforderungen aufgezeigt. Unter anderem wurde die neue Waldviertelleitung der EVN vorgestellt, ein zentrales Infrastrukturprojekt, das die Versorgungssicherheit für bis zu 120.000 Menschen erhöht. Ergänzend wurden die volkswirtschaftlichen Effekte der Wasserversorgung präsentiert: Mit einer jährlichen Bruttowertschöpfung von rund 12,5 Milliarden Euro leistet sie einen bedeutenden Beitrag zur Gesamtwirtschaft.

Neue rechtliche Vorgaben

Weitere Beiträge befassten sich mit europäischen und nationalen rechtlichen Vorgaben. Änderungen der Wasserrahmen- und Grundwasserrichtlinie bringen neue Grenzwerte für Stoffe wie PFAS mit sich. Zudem wurden erste Erfahrungen mit dem Informationsfreiheitsgesetz, das Resilienz kritischer Einrichtungen-Gesetz sowie kommende EU-weite Hygieneanforderungen und die Neufassung der Trinkwasserrichtlinie vorgestellt. Diese sehen erweiterte Risiko- und Informationspflichten für Wasserversorger vor.

Neues aus Forschung und Praxis

Ein eigener Vortragsblock widmete sich Forschungsprojekten zu den Themen Klimawandel, CO₂-Fußabdruck der Wasserversorgung, Wasserhygiene und Krisenvorsorge. Das Programm wurde durch Beiträge zur Blau-Grünen Infrastruktur ergänzt, die zur Entlastung von Kanalnetzen und zur Förderung der Grundwasserneubildung beiträgt, sowie durch Maßnahmen zur Vermeidung von Versorgungsspitzen bei gleichzeitigen Poolbefüllungen.

 

Fachlicher Austausch

Das Symposium bot einen umfassenden Überblick über technische, rechtliche und gesellschaftliche Herausforderungen der Wasserversorgung. Zudem förderte es den intensiven fachlichen Austausch zwischen Praxis, Forschung und Behörden.

Zu einer gelungenen Veranstaltung trug aber auch der gesellige Fachaustausch bei. Gelegenheit dazu boten die Abendveranstaltung, zu der die ÖVGW geladen hatte, sowie der von den Mitgliedern des ÖVGW-Fachausschusses „Firmen im Wasserfach“ gesponserte Mittagsimbiss.

Fotorückblick

Bilder können im Vollbildmodus geöffnet werden.

Überspringe die Galerie

 

Fotos: ©Max Slovencik

Erstellt von: ÖVGW/Amschl
Erstellt am: 27. Januar 2026
Beitragsfoto: © Max Slovencik

Beitrag teilen:

Weitere Artikel

Folge unserem
Trinkwasser!

🍪 Cookies akzeptieren?

Cookies erlauben uns, Kampagnen zu steuern und die Webseite zu optimieren. Mit „Alle akzeptieren“ stimmst du der Nutzung aller Cookies zu und gelangst zur Webseite. Mehr dazu in der Datenschutzbestimmung.